Das Projekt

Die Wohnungsgenossenschaft Krone Bochum eG ist Teil eines Projektes, das einen dreiteiligen Wohnkomplex im Stadtviertel Ehrenfeld in Bochum an der Kronenstraße realisieren möchte. Zu dem Grundstück hat die Stadt Bochum 2015 ein Bestgebotsverfahren ausgeschrieben, das die Wohnungsgenossenschaft Krone Bochum eG und das Wohnprojekt Krone UG zusammen mit Luczak Architekten aus Köln gewonnen hat.

Die 5.700 m2 große städtische Fläche an der Kronenstraße liegt im Bereich des ViktoriaQuartierBochum, das sich als Freizeit- und Ausgehviertel charakterisiert. Bestimmt wird dies durch die Kneipen- und Restaurantmeile Bermuda3eck und durch das Kunst- und Kulturangebot des Schauspielhauses und des Anneliese Brost Musikforums Ruhr, neben vielen anderen Aktivitäten, die den Stadtteil Ehrenfeld zu einem lebendigen innerstädtischen Viertel machen.

Das geplante Wohnprojekt zeichnet insgesamt aus, dass es Wohnen und quartiersbezogene gewerbliche Einrichtungen (Krone Forum) in drei Baukörpern mit unterschiedlichen Nutzungsprofilen vereint. Die Baukörper werden in unterschiedlichen Rechtsformen realisiert: Mietwohnungsbau, Eigentumswohnungen und ein genossenschaftliches Wohnmodell.

Von zentraler Bedeutung für das Wohnkonzept ist das nachbarschaftliche gemeinschaftliche Wohnprojekt in Genossenschaftsform, die Vernetzung mit dem Quartier und die offene, mit viel Freiflächen geplante Gestaltung.

Die Genossenschaft sieht vor, dass ein viergeschossiges Gebäude entsteht, in dem Personen unterschiedlichen Alters, Familien mit Kindern als auch Senioren, zusammen leben. Dabei hat jed*er seine/ihre eigene Wohnung. Geplant sind sowohl geförderte als auch frei finanzierte Wohnungen. Für gemeinschaftliche Aktivitäten und Treffen gibt es einen Gemeinschaftsraum. Insgesamt stehen etwa 1.500 m2 Wohnfläche zur Verfügung, gebaut werden soll energieeffizient und barrierefrei.

Derzeit hat die Genossenschaft 31 Mitglieder*innen. Jedes Mitglied bezahlt für die eigene Wohnung Geschäftsanteile (775 Euro pro qm). Aus den Geschäftsanteilen aller Genoss*innen setzt sich der Eigenanteil für die Kreditaufnahme zusammen. Mit der Miete (angenommen ca. 10 Euro Warmmiete) wird u.a. der Kredit abgezahlt.

Der Vorteil einer genossenschaftlichen Rechtsform liegt in der Möglichkeit alle Angelegenheiten, die das gemeinsame Wohnen betreffen unabhängig entscheiden und bestimmen zu können. Langfristig bietet diese Form des Wohnens außerdem die Möglichkeit eine stabile und mit der Zeit niedrig werdende Miete zu erreichen.

Zum Zweck der Baureifmachung und des Grundstückskaufs haben die zwei Bauherren eine GbR gegründet. Die Projektpartner haben überdies entschieden, die weitere Planung zusammen mit den Architekten ARGE Anne Lampen Jörn Pötting zu vollziehen. Beraten wird die Genossenschaft von Wolfgang Kiehle (Kiehle-Beratung Wohnen).

plan

Quelle: Luczak Architekten